Bei Medizin­produkten drohen Engpässe

Bei Medizin­produkten drohen Engpässe

04.03.2021 - Ab Ende Mai 2021 drohen in der Schweiz aufgrund neuer EU-Vorschriften Versorgungsengpässe mit Medizinprodukten. Betroffen sind Tausende von Hilfsmitteln, die in Spitälern und Pflegeheimen gebraucht werden. Die vaka und Partnerverbände fordern, auf einseitige Einschränkungen für Importe von Medizingütern zu verzichten. ​

Neue EU-Vorschriften verlangen ab Mai 2021, dass Zehntausende von Produkten neu ein Zertifikat erlangen, bevor sie verkauft werden können. Die Schweiz hat diese zwar ebenfalls eingeführt, doch die EU weigert sich seit Jahren, sie anzuerkennen, weil die Schweiz das fertig verhandelte Rahmenabkommen nicht unterzeichnet hat. 

Damit ist die Patientenversorgung gefährdet - denn ohne anerkanntes Zertifikat wären dringend benötigte Medizingüter, wie Hüftgelenke, Prothesen und Implantate, plötzlich nicht mehr erhältlich und könnten nicht mehr aus EU-Ländern in die Schweiz importiert werden.

Für die vaka, den Spitalverband H+, den Verband Zürcher Krankenhäuser und weitere Gesundheitsverbände ist eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit qualitätsgeprüften Medizinprodukten absolut zentral. Deshalb fordern sie in einem gemeinsamen Brief den Bundesrat dringend auf, mit der geplanten Medizinprodukteverordnung (MepV) keine Import-Hürden aufzubauen sowie behördliche und administrative Auflagen auf das Notwendigste zu reduzieren. 

Im Rahmen der verschärften Regulierung des Medizinprodukterechts hat die vaka bereits im November 2018 eine Medienmitteilung publiziert. 

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