Utopische Sparvorschläge

Utopische Sparvorschläge

11. Sep 2018

Die Studie des aargauischen Gewerbeverbandes AGV und der aargauischen Industrie- und Handelskammer AIHK zeigt, dass der Kanton Aargau über ein kostengünstiges und effizientes Gesundheitssystem verfügt. Leider wurden für die Studie keine aargauischen Gesundheitsexperten eingeladen. Die vorgeschlagenen Sparmassnahmen sind utopisch und wecken übertriebene Erwartungen.

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Im Frühjahr 2018 hat eine Studie der VAKA gezeigt, dass die Aargauer Spitäler und Kliniken verglichen mit den anderen Kantonen kostengünstig und effizient arbeiten. Gleichzeitig hat die Studie auch mit eindrücklichen Kennzahlen den volkswirtschaftlichen Nutzen im Gesundheitswesen aufgezeigt. Die Gesundheitskosten liegen im Kanton Aargau unter dem Schweizer Durchschnitt. Die Kostenbeteiligung des Kantons ist tief.

Die neue Studie des aargauischen Gewerbeverbandes und der Industrie- und Handelskammer bestätigt diese Tatsache. Weiter wird aufgezeigt, dass das Kostenwachstum der letzten Jahre mehrheitlich durch neue Vorschriften des Bundes verursacht worden ist. Der in der Studie ausgewiesene Kostenanstieg berücksichtigt lediglich die OKP-Bruttoleistungen der Krankenkassen und macht keine Aussage zur Entwicklung der Gesamtkosten im Gesundheitswesen.

Die vorgeschlagenen Sparmassnahmen wollen den Wettbewerb fördern und den Finanzhaushalt des Kantons entlasten. Die VAKA begrüsst ein wettbewerblich ausgerichtetes Gesundheitssystem. Das Sparpotential der vorgeschlagenen Massnahmen wird aber deutlich überschätzt.

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