Die Impfungen in den Pflegeheimen zeigen Wirkung

Die Impfungen in den Pflegeheimen zeigen Wirkung

19.02.2021 – Seit Impfstart anfangs Jahr hat die Anzahl der positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner stetig abgenommen. Diese erfreuliche Entwicklung ist wichtig für die weiteren Schritte zurück in die Normalität.

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Andre Rotzetter, Spartenpräsident Pflege, stellt erfreut fest, dass die Zahl der Covid-19-Infizierten in den letzten Wochen stark abgenommen hat: Es waren nur noch einzelne Personen betroffen, dies im Gegensatz zu den 200 bis 300 Fällen vor Impfstart. Diese Entwicklung ist wichtig für die weiteren Schritte zurück in die Normalität.

Wenn zum Zeitpunkt der ersten Impfung Bewohnerinnen und Bewohner bereits mit Covid-19 infiziert sind, kommt das bestehende Schutzkonzept zum Tragen. So aktuell im Altersheim Rondo in Safenwil geschehen. Wie es dazu kommen konnte, erklärt die Aargauer Kantonsärztin Yvonne Hummel, gegenüber TeleM1. Die zweite Impfung wird in diesem Fall erst drei Monate später verabreicht, weil der Schutz vor einer erneuten Ansteckung während dieser Zeit vorhanden ist. 



Die Pflegeheime haben bereits die zweite Impfung verabreicht

Ein Grossteil der Bewohnerinnen und Bewohner sowie eine Mehrheit der Angestellten des Altersheims WirnaVita in Würenlingen haben bereits die zweite Impfung gegen Covid-19 erhalten. Der Geschäftsführer, Martin Weissen, mahnt auf dem langen Weg zurück zur Normalität zu Geduld und gibt gegenüber der Aargauer Zeitung Auskunft, wie das Pflegeheim die nächsten Schritte plant. 


Die Mehrheit des Pflegepersonals will sich impfen lassen

Die Impfbereitschaft in den Pflegeheimen ist hoch, konkrete Zahlen werden aber nicht erhoben. Das Pflegepersonal ist Teil unserer Gesellschaft. Sie alle leisten sehr viel und haben auch Anrecht, sich frei für oder gegen eine Impfung zu entscheiden. (Aargauer Zeitung, 12. Februar 2021)



RPB Baden: Rund 60 Prozent der Angestellten wollen sich impfen lassen

Im Regionalen Pflegezentrum in Baden lassen sich rund 60 Prozent der Angestellten impfen. Bei der Grippeimpfung sind es meist nur 30 Prozent. Die Mehrheit der Angestellten schätzt das Risiko von negativen Folgen einer Impfung deutlich kleiner ein als die Gefahren nach einer Infektion mit dem Virus. Dies ist aber nicht in jedem Pflegeheim der Fall. Im Alterszentrum St. Bernhard in Wettingen zum Beispiel liessen sich nur 35 bis 40 Prozent der Angestellten impfen. Das Team in Wettingen ist aber auch sehr jung und das Risiko für junge Personen an Covid-19 schwer zu erkranken eher gering. Dementsprechend ist wohl auch die Impfbereitschaft tiefer. Bei den Bewohnerinnen und Bewohner lag die Impfquote hingegen bei 90 Prozent, gab Hans Schwendeler, Direktor des Regionalen Pflegezentrums Baden, gegenüber der Aargauer Zeitung Auskunft.


Die vaka freut sich über den Impfbeginn

Die ersten zur Gruppe der besonders Gefährdeten gehörenden Personen im Aargau konnten am 5. Januar 2021 geimpft werden. Die beiden Impfzentren des Kantonsspitals Aarau (KSA) und des Kantonsspitals Baden (KSB) haben ihre Arbeit aufgenommen. Auch in den Pflegeheimen wurde mit dem Impfen begonnen. Die vaka, das KSA und das KSB stehen in engem Kontakt mit dem Departement Gesundheit und Soziales. Zusammen mit allen Gesundheitsdienstleistern werden die Aufgaben und Rollen für eine erfolgreiche Impfkampagne geklärt.

Der Impftermin in den Pflegeheimen wird durch den Kanton vorgegeben

Die mobilen Impfteams sind zusammen mit dem Personal der Pflegeinstitutionen und den Hausärztinnen und Hausärzten für die Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen zuständig. Momentan bereiten die Institutionen alles Notwendige für die Impfungen vor.

Der Impftermin hängt auch von den Ressourcen der mobilen Impfteams und von der Verfügbarkeit des Impfstoffes ab, die momentan sehr beschränkt ist. Die vom Departement Gesundheit und Soziales festzulegenden Impftermine in den rund 100 Pflegeinstitutionen im Aargau stehen noch nicht fest.

Fast alle Bewohnerinnen und Bewohner wollen sich impfen lassen, erklärt Andre Rotzetter dem SRF Regionaljournal Aargau/Solothurn. Wer sich impfen lassen möchte und urteilsfähig ist, wird persönlich über die Impfung aufgeklärt und kann danach seine schriftliche Zustimmung geben. Bei den Bewohnenden, die nicht mehr urteilsfähig sind, werden die Angehörigen für die Zustimmung angeschrieben. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden über die Impfung aufgeklärt. Einen Impfzwang gibt es nicht und auch keine Unterscheidung zwischen Geimpften und nicht Geimpften. (SRF Regionaljournal AG/SO, 6. Januar 2021)

Beim Pflegepersonal ist die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, je nach Funktion und Alter unterschiedlich. Ältere Angestellte in Pflegeheimen und auf Covid-Stationen im Spital lassen sich am häufigsten impfen. Bei den jüngeren Betreuenden in den Pflegeheimen und Spitalangestellten ohne Kontakt mit Covid-Patienten ist die Impfbereitschaft niedrig. Doch wollen sich rund 50% des Pflegepersonals gegen Covid-19 impfen lassen. Die Bereitschaft ist gegenüber der Grippe-Impfung mit 30% somit deutlich höher. (Aargauer Zeitung, 9. Januar 2021)

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