Noch mehr Bürokratie, statt integrierter Versorgung

Noch mehr Bürokratie, statt integrierter Versorgung

Der Regierungsrat will mit der Teilrevision des Spitalgesetzes, 2. Etappe, unter anderem zentrale Vorgaben der GGpl 2030 umsetzen. Aus Sicht der vaka werden jedoch die Hauptziele, die Effizienz der Kliniken zu steigern und die integrierte Versorgung zu fördern, mit der vorliegenden Revision nicht erreicht. Stattdessen führt die Vorlage zu noch mehr Bürokratie, ohne dass aktuelle Versorgungs- oder Sicherheits­probleme diese Massnahmen rechtfertigen würden.

Teilen

Haupt­ziele der GGpl 2030 bleiben auf der Strecke

Die vaka hat bereits in der Vernehmlassung zur GGPL die Streichung der Teilstrategien zur Verstärkung der Aufsicht (Strategien 22 und 23) beantragt. Seitens des Departements wurde damals argumentiert, dass sich an der geltenden Praxis nichts ändern werde. Die nun vorliegende Vorlage steht dazu in einem erkennbaren Widerspruch:
Die Vorlage führt zu einer erheblichen Ausweitung administrativer Anforderungen, ohne dass aktuelle Versorgungs- oder Sicherheits­probleme diese Massnahmen rechtfertigen würden.

Aus Sicht der vaka wird das erklärte Ziel der GGPL, die Effizienz der Kliniken zu steigern und die integrierte Versorgung zu fördern, mit der vorliegenden Revision nicht erreicht.

Angesichts der demografischen Entwicklung, des Fachkräftemangels sowie knapper finanzieller und personeller Ressourcen ist eine zielgerichtete und effizienzorientierte Gesetzgebung zwingend. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sollten die Leistungserbringer bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen, anstatt sie mit zusätzlichen Auflagen zu belasten.

Lesen Sie die ganze Stellungnahme im Anhang:

Weitere Publikationen

  • vaka aktuell
    29. Juni 2026
    Ohne Reformen drohen Versorgungslücken - das braucht es jetzt
    Die Gesundheitsversorgung im Aargau steht an einem Wendepunkt. Leistungserbringer warnen vor Engpässen in Akutversorgung, Psychiatrie und Pflege – und zeigen auf, welche strukturellen Veränderungen jetzt nötig sind.
  • Information
    29. Juni 2026
    Akutversorgung unter Druck
    Die Akutspitäler stehen unter massivem Druck: Fachkräftemangel, zu tiefe Tarife, wachsende Bürokratie und der Wandel von stationär zu ambulant hinterlassen deutliche Spuren. Ohne finanzielle Korrekturen drohen Versorgungslücken - besonders in ländlichen Regionen. Damit die wohnortsnahe Gesundheitsversorgung gesichert bleibt, braucht es jetzt gezielte Reformen.
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. 

Datenschutzinformationen