MiGeL-Zahlungen wieder neu geregelt

MiGeL-Zahlungen wieder neu geregelt

Seit Oktober 2021 übernehmen die Krankenkassen wieder die Zahlung der im Rahmen der Pflege verwendeten Mittel und Gegenstände (MiGeL) - dazu gehören zum Beispiel Bandagen, Gehilfen, Inhalationsgeräte und Inkontinenzmaterial.

MiGeL-Zahlungen wieder neu geregelt
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Aufgrund einer Änderung der Rechtsgrundlangen müssen die Krankenversicherer ab 1. Oktober 2021 wieder für die Zahlungen der im Rahmen der Pflege verwendeten Mittel und Gegenstände (MiGeL) aufkommen. Neu wird die MiGeL schweizweit gleich verrechnet und in drei Kategorien (A bis C) eingeteilt. Die A-Produkte werden gemäss den Regeln der Pflegefinanzierung abgegolten, die B-Produkte werden den Krankenkassen verrechnet und auch die C-Produkte - allerdings erst ab dem 1. Oktober 2022 (bis dahin müssen die Restfinanzierer (Kanton und/oder Gemeinden) dafür aufkommen. Die Umstellung der Prozesse und der IT-Systeme mit den neuen Zuordnungen und Abrechnungen ist für die Pflegeinstitutionen wiederum mit einem grossen Aufwand verbunden. Umso mehr ist zu hoffen, dass diese Regelung nachhaltig ist.

MiGeL 2015 und 2017:

Zwei Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes vom Herbst 2017 sorgten für Aufregung. Gemäss ihnen mussten ab 2018 die Krankenversicherer nicht mehr für Mittel und Gegenstände (MiGeL) aufkommen. Dies sind zum Beispiel Bandagen, Gehhilfen, Inhalationsgeräte oder Inkontinenzmaterial. Neu mussten die Gemeinden dafür bezahlen. Einige Krankenkassen gingen gar soweit, dass sie ihre bereits geleisteten Zahlungen für die Jahre 2015 bis 2017 zurückforderten. Die vaka wehrte sich dagegen. (siehe auch Medienmitteilung: tarifsuisse verklagt Heime) Die Klage der Krankenversicherer gegen die Pflegeheime ist nach wie vor hängig.

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