Als Interessenvertreterin der Aargauer Gesundheitsinstitutionen informiert die vaka transparent, faktenbasiert und zeitnah über relevante Entwicklungen im kantonalen Gesundheitswesen.
Spitex Leistungen: Gemeinden entlasten - Verantwortung des Kantons stärken
Die Nachfrage nach ambulanten und stationären Pflegeleistungen wächst stark. Ambulantisierung, demografischer Wandel und Fachkräftemangel führen zu steigenden Anforderungen und Kosten. Gleichzeitig tragen heute vor allem die Gemeinden die finanzielle Verantwortung. Wir zeigen auf, weshalb diese Aufgaben- und Finanzierungsverteilung an ihre Grenzen stösst.
Pflegeheime: Freie Plätze sind Mangelware und Besserung ist keine in Sicht
Die Pflegeheime im ganzen Kanton sind stark ausgelastet - die Unterversorgung steht vor der Türe. Spitäler und Kliniken haben zunehmenden Schwierigkeiten, geeignete Anschlusslösungen für ihre Patientinnen und Patienten zu finden. Und auch von zuhause aus ist es schwierig, einen Platz im Wunsch-Pflegeheim zu erhalten.
Innovative Spitex: Digital. Intelligent. New Work.
Wie können Digitalisierung, Telepflege und neue Arbeitsformen die ambulante Versorgung zukunftsgerichtet unterstützen? Dieser Frage widmete sich gestern die jährliche vaka-Fachveranstaltung Spitex. Rund 90 Teilnehmende aus Praxis, Wissenschaft und Politik nahmen teil und erhielten spannende Impulse zu innovativen Modellen und Lösungen für die Spitex.
vaka 2024: Ein Jahr voller wichtiger Entwicklungen
Das Jahr 2024 war für die vaka durch wichtige, zukunftsweisende Entwicklungen geprägt. Mit der Gesundheitspolitischen Gesamtplanung GGpl und der nationalen Abstimmung zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) wurden im Aargauer Gesundheitswesen grundlegende Weichen gestellt.
Im Berichtsjahr hat der Bundesrat entschieden, die Familienzulagen auf Anfang 2025 an die allgemeine Preisentwicklung anzupassen. Dies hat das Budget der vaka Familienausgleichskasse durcheinandergewirbelt. Die Prämien für das Jahr 2025 mussten neu berechnet und festgelegt werden.
Die Aargauer Spitäler, Kliniken, Pflegeinstitutionen und Spitex-Organisationen waren im Jahr 2023 mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Besonders beschäftigt hat uns die Umsetzung der Pflegeinitiative, finanzielle Engpässe, der anhaltende Fachkräftemangel und die Revision der Gesundheitspolitischen Gesamtplanung.
Mit ihren stationären und ambulanten Leistungen sorgen die Aargauer Spitäler, Kliniken, Pflegeinstitutionen und Spitex-Organisationen für eine umfassende, qualitativ hochwertige und zudem im interkantonalen Vergleich kostengünstige Gesundheitsversorgung im Kanton Aargau. Diese ist jedoch in Gefahr:
Die Finanzierung im Gesundheitswesen beeinflusst viele Prozesse und Abläufe der Aargauer Spitäler, Kliniken, Pflegeinstitutionen und Spitex-Organisationen. Sie sind gefordert, die Leistungen so zu erbringen, dass die individuellen Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten im Mittelpunkt stehen.
Die Personalsituation bei den Gesundheitsberufen ist angespannt. Viele Institutionen können offene Stellen gar nicht oder erst nach einer gewissen Zeit und nur mit hohem Rekrutierungsaufwand besetzen. Die vakanten Stellen bedeuten eine Zusatzbelastung für die Angestellten.
Mit neuen Vorschriften versuchen Bund und Kantone die Kosten zu dämpfen. Aktuelle Beispiele sind die neuen Bestimmungen in der ambulanten Steuerung, höhere Anforderungen für die Berufsausbildungsbewilligung, neue Qualitätsauflagen und anderes.